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am 11. Jänner

Was von der vibro-seismologischen Untersuchung bleibt

Rudolf Stroissnig - Kurz vor Weihnachten hat sich die OMV darüber beschwert, dass ihre Geophone von „Vandalen“ beschädigt werden und dadurch ein sechsstelliger Schaden entstanden ist. Die Polizei wurde eingeschaltet und nach den vermeintlichen Tätern gefahndet.

Jetzt, ein paar Wochen nach der vibro-seismologischen Untersuchung, stehen die Dinger nach wie vor einsam in der Landschaft. Niemand kümmert sich um die, ach so wertvollen, Geophone. Vielleicht sollen sie auch stehen bleiben und uns an die schweren LKW‘s erinnern, die die BürgerInnen in der Vorweihnachtszeit mit ihren Rüttelplatten darauf aufmerksam gemacht haben, dass die OMV nach wie vor an fossilen Energieträgern wesentlich mehr Interesse hat, als an der Förderung von nachhaltiger Energieerzeugung. Man könnte meinen, die Erderwärmung gibt es nicht und die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist nach wie vor zeitgemäß. Der Werbespruch der OMV "Wir suchen nach Energie für ein besseres Leben" wird dadurch zu einer Aussage, die in Zeiten der Klimakrise zynischer nicht sein kann.

Wir sind gespannt, ob und wann die Geophone wieder eingesammelt werden oder ganz einfach als Mahnmale einer verfehlten Energiepolitik dortbleiben, wo sie sind.

Die Resultate der Untersuchung werden nach ein paar Monaten (oder Jahren) eine Kartographie des Untergrundes liefern. Sie werden nicht veröffentlicht. Allerdings werden sie bei geologischen Vorträgen zugänglich gemacht. Das Resultat sei geistiges Eigentum der OMV, wie auf Nachfrage behauptet wird.