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am 16. April

Was wird aus dem 15-Minutentakt in Leobendorf?

Alexandra Adler - Am 12. April besuchten uns Experten vom VOR, um den Gemeinderat über die Möglichkeiten des 15-Minutentakts auf der Station Leobendorf-Burg Kreuzenstein zu informieren.

Leider sind die Aussichten nicht besonders ermutigend. Eine Taktverbesserung ist frühestens 2021, eher 2023/24 zu erwarten. Dies ist laut Auskunft des VOR dem teilweise eingleisigem Netz, den alten und daher langsamen Zügen sowie generell der Infrastruktur geschuldet. So kommen etwa drei Strecken nach Norden in Floridsdorf wie in einem Nadelöhr zusammen. Die alten Zuggarnituren mit langsamer Beschleunigung und die relativ dicht darauf folgenden City-Jets nach Retz und Znojmo erlauben keine dichteren Intervalle. Auch der Bau von Ausweichgleisen ist keine schnelle Angelegenheit, die Südstrecke hat Vorrang und die „Streckung“ des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs durch Infrastrukturminister Hofer ist da auch keine große Hilfe.
 
Auf meine Nachfrage nach besseren (stündlichen) Busverbindungen kam die übliche Antwort – zu wenig Fahrgäste, also auch keine Busse. Meinen Einwand, dass die Fahrgastanzahl vermutlich eine Henne-Ei-Problem sei, wollte man so nicht stehen lassen. Es wurde uns allerdings ein Treffen zugesagt, um hier Verbesserungsvorschläge zu machen.
 
Wir werden diese Zusage nützen und auf Verdichtung des Busfahrplans drängen. Unterstützung durch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, erwünscht!
 
Immerhin, die Bitte um einen Zug um Mitternacht – bisher geht der vorletzte um halb 12 nachts, der letzte Zug um halb eins von Wien weg – nehme man gerne mit und schaut, was machbar ist.